Frau Schuster

Monat: Februar 2014

Himbeere!

One day baby, we’ll be old
Oh baby, we’ll be old
And think of all the stories that we could have told

Dumm gelaufen, dass der Soundtrack dieses Tatorts „Brüder“ aus Bremen zwischen Produktion und Sendetermin dank Youtube und Julia Engelmann verbrannt ist. Und alt wird sie ja nicht, die jungen Polizistin, die durch Zufall zwischen die Fronten gerät. Ein Familienclan des organisierten Verbrechens – wunderbar brutal-gruselig Dar Salim – gegen einen Polizisten, der im entscheidenden Moment die Hosen voll hat.

Und während die Kollegen auf dem Revier nur mobben, ermitteln Lürsen und Steedefreund an diesen beiden Fronten. So werden verschiedene Geschichten in diesen Fall gepackt. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Feigheit, Rache, und was mir auffällt: Die Geschichte von Frauen als Dekoration oder gar noch weniger als das. Denn seine protzige Uhr legt der Schläger sorgfältig beiseite, bevor er seine Pseudo-Ehefrau gefügig macht.

Der Fall wird gelöst, der/das Böse gestellt und getötet und doch bleibt ein schaler Nachgeschmack. Der verlorene Sohn nimmt seine Stellung als Chef des Clans ein und knüpft nahtlos an die Verbrechen seines Bruders an. Und die Polizei? Lässt ihn gewähren. Wenn man das zu Ende denkt, wird’s einem erst richtig kalt…

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Bye bye blackbird

Ich schreibe ja gern über den Tatort. Wenn die Geschichten spannend sind und mich irgendwie packen. Vielleicht auch weil die Darsteller oder Kameraführung außergewöhnlich waren. Oder weil ein neue Team am Start ist oder ein Schauspieler aussteigt.

Aber „Großer schwarzer Vogel“ wird nicht mal dadurch erwähnenswert, dass es der letzte Fall von Dominic Racke als Till Ritter war. Der Fall dümpelt an der Grenze zur Langeweile dahin. Jeder, der schon mal einen Krimi gesehen hat, weiß innerhalb kürzester Zeit, dass das Opfer doch eindeutig Dreck am Stecken hat. Der Abschied von Ritter wird nicht thematisiert. Vielleicht ja im nächsten Fall aus Berlin. Boris Aljinovic will danach auch aufhören. Meine Trauer darüber hält sich in Grenzen. Meret Becker und Mark Wasche stehen für 2015 schon in den Startlöchern. Neue Berliner, neues Glück!

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