Als begeisterte Nutznießerin des harten Konkurrenzkampfs auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt, mache ich mich über jede Neuerscheinung – grade bei den Kochzeitschriften – her. Ein neues Werk „meet – and eat like a man“ hat nun Burda auf den Markt gebracht. Nur auf den ersten Blick besteht Verwechslungsgefahr mit Beef von G+J. Denn auch wenn Typo und großes Bild von krossem Fleisch auf dem Titel deutlich machen, wer da kopiert werden soll: Es ist nicht gelungen. Beef (von dem ich nebenbei gesagt viel halte) wagte als erstes die neue Zielgruppe „Mann in Küche und am Grill“ mit einem eigenen Heft zu beglücken. Und sie haben dabei alles richtig gemacht. Vom Papier, über den Umfang zum Layout bis hin zu den Rezepten und den grandiosen Bildstrecken um sie zu illustrieren. Habe ich schon erwähnt, dass ich viel von dem Heft halte?

Und nun meet. Zum Einführungspreis von 4,80 € (geplant sind 6,80 € für 100 Seiten) schiebt Burda eine schlechte Kopie auf den Markt: Das Layout ist nett, eher bieder. Ein bisschen gelb/schwarz und ein paar negativ gesetzte Sätze sind halt noch kein großer Wurf. Die Bilder sind ok, aber konventionell. Die Themen setzten ebenfalls auf den Standard: Burger, Warenkunde, ein bisschen Reise, ein paar Mädchen zum Illustrieren von Schokoladenrezepten… Gähn… So basteln sich die Offenburger die „Bild der Frau“ der Männerkochzeitschriften.

Nachdem Beef (hatte ich schon..?) offensichtlich voll eingeschlagen hat – der Erscheinungsrythmus wurde sogar erhöht), war es ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann die anderen Verlage versuchen auf den Zug aufzuspringen. Burda springt zu kurz. Macht aber nix. Gibt ja immer noch Beef. Davon halte ich übrigens…

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