Frau Schuster

Monat: Mai 2013

Hin und her gerissen

Ich bin wirklich unschlüssig.

Auf der einen Seite bewundere ich die Entscheidung von Angelina Jolie sich die Brüste prophylaktisch abnehmen zu lassen. So eine Entscheidung „ohne Not“ nur basierend auf Wahrscheinlichkeiten zu fällen, ist hart. Die Geschichte Ihrer Mutter, die nach zehn Jahren Kampf gegen den Brustkrebs schon mit 57 Jahren gestorben ist, ist sicherlich ausschlaggebend dafür, überhaupt auf den Gedanken zu kommen. Und dass sie die ganze Aktion im Nachhinein öffentlich gemacht hat, verdient größten Respekt.

Auf der anderen Seite bleibt Unbehagen. Zeugt es nicht von ungeheurer Härte gegen sich selbst, schon auf die Möglichkeit einer Erkrankung zu reagieren? Und wo hört das auf? Bei maximalinvasiver Prophylaxe. Und wann beginnt man damit? Wird der Gen-Test schon in der pränatalen Diagnostik angewandt, und ein Kind, das einen Gen-Deffekt in sich trägt, abgetrieben? Die ultimative Versicherung gegen Krankheit und Tod: Kein Leben.

Nachdem ich selbst schon Brustkrebs hinter mir habe, stelle ich mir selbst die Frage: Wenn es genetisch bedingter Krebs wäre: Was würde ich tun? Aus meiner Erfahrung muss ich sagen, dass eine OP sicher leichter zu ertragen ist, als eine Chemotherapie. Die Chemo war in meinem Fall ja auch nur zur Risiko-Senkung nach der OP. Ich habe keine Sekunde gezögert, das volle Programm durchzuziehen. Jeder Prozentpunkt weniger Risiko erleichtert mir persönlich den Umgang mit der Situation. Und die ist schon schwierig genug. Denn so richtig hinter sich hat man es nie… die Sorge bleibt. Und die bleibt auch bei Angelina Jolie. Fünf Prozent Risiko bleiben selbst nach diesem Eingriff.

 

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Solide?

Ist solide automatisch langweilig? Der neue Borowski gibt die Antwort.

Das Drehbuch zu Borowski und der brennende Mann mag solide sein, aber der Fall war spannend – und irgendwie ein bisschen Mankell. Die dänische Kollegin, die ihn anhimmelt und trotzdem auflaufen lässt, gibt den nötigen Humor. Wäre nicht schlecht, wenn sie bei einem anderen Fall mal wieder auftaucht.

Axel Milberg ist einfach genial. Wie er seinem Kommissar gleichzeitig leichte Verschrobenheit und Würde verleiht, ist erste schauspielerische Sahne. Schöne Grüße an Till Schweiger. Aber auch die weiteren Rollen sind gut besetzt. Ich gestehe zu meiner Schande, dass dies mein erster Borowski mit Sarah Brandt (Sibel Kekilli) war. Und obwohl mir darum etwas Vorgeschichte fehlt, fand ich sie klasse.

Und so lautet die Antwort für mich: Nein, langweilig war dieser solide Tatort sicher nicht.

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Grün, grün, grün

Ein schnelles Spaghetti-Rezept: fleischlos, einfach, flexibel und lecker:

Spaghetti al dente garen.

In der Zwischenzeit Rahmspinat (die gute Tiefkühlware mit dem Blubb…) in einem Topf auftauen/erwärmen. Sobald der Spinat sich verflüssigt hat, zugeben, was die Kuh in Eurem Kühlschrank hinterlassen hat. Ich nehme gern Schmand, es geht aber auch Sauerrahm, Milch oder natürlich Sahne. Dazu kommt noch Knoblauch – gehackt oder gepresst – und Muskat.

Die Spaghetti tropfnass in die Sauce geben (ist sie Euch zu fest, mit Nudelwasser strecken) und mit frischem Parmesan servieren.

Ich persönlich hatte noch nie ein Problem mit Spinat, aber mir wurde zugetragen, dass man mit dieser Darreichungsform sogar Kinder dafür begeistern kann…

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